Jobprofile aus der Elektrotechnik
In dieser Reihe der OVE-Verbandszeitschrift e+i elektrotechnik und informationstechnik stellen wir ausgewählte Jobprofile aus den vier Schwerpunktbereichen der Elektro- und Informationstechnik vor: Mikroelektronik, Power Technology, Information & Communication Technology sowie Automation & Control. Angestoßen wurde die Rubrik von Bernd Deutschmann, Stv. e+i-Chief Editor Microelectronics, der sich mit seinem Team an der TU Graz im Rahmen des EU-Projekts „GreenChips EDU” intensiv mit der Ausbildung von Fachkräften für die Halbleiterbranche beschäftigt.
Mit der Reihe möchten wir aufzeigen, wie vielfältig die Branche der Elektro- und Informationstechnik ist. Vielleicht finden Sie darunter auch Ihren nächsten Job?
Mikroelektronik
Test Engineer
Michael Moitzi
arbeitet bei: NXP Semiconductors
seit: 2015
Was genau macht ein Test Engineer?
Die Hauptaufgabe ist es, unsere Produkte auf Herz und Nieren zu testen. Was bedeutet das konkret? Zum einen müssen die Qualitätsanforderungen des Produkts erfüllt werden. Wir stellen fest, dass die vom Kunden gewünschte Funktionalität gewährleistet ist. Das ist jedoch nicht nur für den Kunden relevant, selbstverständlich haben wir auch höchste Qualitätsansprüche an uns selbst. Zum anderen müssen die Tests auch hinsichtlich Kosten und Zeit effizient sein, um wirtschaftliche und möglichst konkurrenzfähige Produkte zu liefern.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Grundsätzlich braucht ein typischer Test Engineer ein elektrotechnisches Grundverständnis sowie erweiterte Kenntnisse im Softwarebereich. Ich bin Absolvent der TU Graz im Bereich Elektrotechnik mit dem Fokus auf Mikroelektronik. Das Studium dieser Fachrichtung hat mir das grundlegende elektrotechnische, analytische und statistische Handwerkszeug mit auf den Weg gegeben, das ich für die Aufgaben in meiner jetzigen Position brauche.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Vor allem weiß ich die Vielseitigkeit in meiner Rolle zu schätzen – es gleicht kaum ein Tag dem anderen. Kombiniert mit den vielen unterschiedlichen Schnittstellen zu beinahe allen Disziplinen in der Halbleiterentwicklung ist die Arbeit als Test Engineer reich an Abwechslung hinsichtlich Aufgaben und Stakeholder. Zum Stichwort ‚Stakeholder‘: Als Bindeglied zwischen der Entwicklung und der Produktion der Halbleiter begleiten wir die Produkte von der Idee bis zur Marktreife.
Erforderliche Skills
Fundierte Kenntnisse in der Elektronik 4/5
Softwarekenntnisse 4/5
Datenanalyse und -interpretationsfähigkeit 4/5
Analytisches Denken 4/5
Teamplayer 5/5
Kommunikationsstärke 4/5
Kreativität 3/5
Projektmanagement 3/5
Selbstständigkeit 4/5
Eigeninitiative 5/5
Analog Chip Designer
Olga Kharko
arbeitet bei: Infineon Technologies Austria
seit: 2007
Was genau macht ein Analog Chip Designer?
Die Analog-Schaltungsentwicklung (Analog Chip Design) ist ein kreativer Teil des Entwurfsprozesses eines Halbleiterprodukts. Ein Analog Chip Designer ist verantwortlich für die Schaltung und deren Systemintegration hinsichtlich der Erfordernisse bezüglich Funktion und Leistungsfähigkeit. Er/sie entwirft und verifiziert die Schaltung bestehend aus den Elementen – hauptsächlich Transistoren – der gewählten Halbleitertechnologie und stellt die Testbarkeit und Robustheit über die Lebensdauer des Produkts sicher (z. B. ESD, DPI, SOA). Zusätzlich begleitet er/sie Layouter in der optimalen physikalischen Umsetzung sowie Test Engineers beim Definieren der Testsequenzen und bei der Auswertung der Testergebnisse. In laufenden Reviews und Dokumentationen sind Analog Chip Designer stets involviert.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Typischerweise kommen Analog Chip Designer aus den Studiengängen Elektrotechnik, Elektronik oder Physik mit Schwerpunkt Halbleiter bzw. Mikroelektronik. Neben einem soliden technischen Grundwissen ist auch soziale Kompetenz wichtig für die Ergebnisse des Entwicklungsteams.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Jeder Job kann als Mischung von besonderen Momenten und Routinetätigkeiten gesehen werden. Viele Analog Chip Designer empfinden die Beteiligung an der Entwicklung neuer Produkte im Sinne kleiner oder größerer technischer Revolutionen als Highlight. Auch das Anwenden neuester Methoden für den Entwicklungsprozess ist ein spannendes Element. Hin und wieder machen es herausfordernde Entwicklungsziele unumgänglich, Neues auszuprobieren, was nicht selten zu patentfähigen Innovationen bzw. Publikationen führt. Ein Austausch über die neuesten Trends und Entwicklungen findet u. a. auf Fachkonferenzen statt. Eine aktive Beteiligung an solchen Konferenzen ermöglicht es, ein großes Netzwerk aufzubauen und stimuliert die eigene Kreativität. Ein Analog Chip Designer trägt durch das Finden neuer Ansätze zur Lösung globaler Herausforderungen bei: sei es gesteigerte Energieeffizienz, der Ausbau Erneuerbarer Energien, die soziale Vernetzung oder etwa die Steigerung der Rechenleistung für das Erlangen neuen Wissens in anderen Forschungsbereichen.
Erforderliche Skills
Praktische Erfahrung 4/5
Analytisches Denken 5/5
Selbstständigkeit 5/5
Lösungsfindung 4/5
Proaktive Interaktion 4/5
Präsentationfähigkeiten 4/5
Kommunikationsstärke 4/5
RF & Mixed-Signal Design Engineer
Michael Kalcher
arbeitet bei: Intel Austria
seit: 2014
Was genau macht ein RF & Mixed-Signal Design Engineer?
RF & Mixed-Signal Design beschäftigt sich mit der Entwicklung von integrierten analogen und digitalen Schaltungen sowie mit der Schnittstelle dieser beiden Welten. Besonderer Fokus liegt dabei meist auf schnellen Datenkonvertern (digital zu analog und/oder umgekehrt) als Herzstück von Transceivern, etwa bei drahtloser Kommunikation (z. B. für den Mobilfunk). Der Aufgabenbereich ist oft sehr ähnlich zu traditioneller analoger Schaltungsentwicklung und Hochfrequenztechnik und erfordert die Zusammenarbeit mit Layout-Ingenieur:innen für die Entwicklung und Verbesserung der physikalischen Implementierung, Systemarchitekt:innen und Signalverarbeiter:innen zur Optimierung des Gesamtsystems, Testingenieur:innen für die Entwicklung eines qualifizierbaren Produkts, Verifikationsingenieur:innen zur Verifizierung der Schaltungen im Labor etc.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Neben einem Studium der Elektrotechnik, Telematik oder Physik mit Fokus auf Mikroelektronik sind Kenntnisse in der Softwareentwicklung, (digitalen) Signalverarbeitung, Regelungstechnik, Mathematik und Hochfrequenztechnik von Vorteil. Zusätzlich zu den technischen Grundlagen sind jedoch auch Kreativität sowie soziale Kompetenzen unbedingt erforderlich.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Einer der Höhepunkte dieses Berufs ist die Möglichkeit, den Stand der Technik zu erweitern. Die Arbeit mit den fortschrittlichsten und komplexesten Halbleitertechnologien sowie immer anspruchsvolleren Kundenanforderungen setzt kontinuierlich kreative Problemlösungen auf allen Ebenen voraus, von der Systemebene bis zum einzelnen Transistor. Die Innovationen und Lösungen der vielfältigen und abwechslungsreichen Herausforderungen führen oft auch zu Patentschriften oder wissenschaftlichen Publikationen. Neben den technischen Aspekten bietet die Zusammenarbeit mit Expert:innen aus vielen Fachbereichen rund um den Globus die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung. Das größte Highlight ist aber immer wieder, nach monatelanger abstrakter Entwicklung am Computer einen Chip im Labor zu sehen, den man auch anfassen kann.
Erforderliche Skills
Fundierte Kenntnisse in der (Mikro-)Elektronik 4/5
Verständnis für Programmierung 3/5
Analytisches Denken 5/5
Kreativität 5/5
Kommunikationsstärke 5/5
Lösungsfindung 4/5
Selbstständigkeit 5/5
Neugierde 5/5
System Verification Engineer
Selma Karić
arbeitet bei: Infineon Technologies Austria
seit: 2019
Was genau macht ein System Verification Engineer?
Die Hauptaufgabe besteht darin, sicherzustellen, dass ein System seinen spezifizierten Anforderungen entspricht, zuverlässig ist und wie vorgesehen funktioniert. Wir testen Mikrochips, die unsere Kolleg:innen in früheren Entwicklungsphasen designen und entwickeln, zusammen mit der dazugehörigen Software. Um dies zu schaffen, gehen die Ingenieur:innen in der System-Verifikation einer Reihe verschiedener Tätigkeiten nach. Beispielsweise arbeiten sie eng mit anderen Teams, etwa aus dem Design, der Entwicklung oder Qualitätssicherung, zusammen, in manchen Fällen fungieren sie auch als Schnittstelle und liefern notwendige Daten für das (Produkt-)Marketing oder die Projektleitung, um Probleme oder Fehler frühzeitig zu identifizieren und zu lösen.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Für einen Job in der Verifikation sind Studiengänge wie Elektrotechnik, Telematik und Elektronik von Vorteil. Aber auch ähnliche technische Ausbildungen wie Technische Informatik und/oder Software-Entwicklung kommen infrage, da Programmieren und das Skripten mittlerweile essenziell für dieses Berufsfeld geworden sind.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Der Job ist abwechslungsreich und man pendelt zwischen Labor, Büro und Homeoffice. Einer der wichtigsten Aspekte ist die Verantwortung, frühzeitig mögliche Fehler oder Probleme zu entdecken und zu analysieren. Gibt es ein Problem mit einem Chip, analysieren und bewerten wir gemeinsam mit unseren Kolleg:innen, wie z. B. den Analog-Designer:innen, sodass ein möglicherweise fehlerhaftes Produkt nie beim Kunden landet. Das Beste ist, dass man sich auf unterschiedliche Themengebiete fokussieren und spezialisieren kann. Einige möchten Software oder Testskripte programmieren, andere elektrische Schaltungen designen, wieder andere lieber messtechnische Aufgaben testen oder mehr ins Planungs- und Managementgeschehen eintauchen. Man kann seinen Job auf den eigenen Stärken aufbauen und sich entwickeln und entfalten.
Erforderliche Skills
Teamplayer 5/5
Kommunikationsstärke 4/5
Organisationstalent 4/5
Analytisches Denken 4/5
Selbstständigkeit 4/5
Messtechnik 5/5
Softwarekenntnisse 4/5
Datenanalyse und Interpretationsfähigkeit 5/5
Verständnis für Programmierung, Programmiersprachen 4/5
Inge Siegl
Infineon Technologies Austria AG
R&D Engineer Biochemical Sensors Systems
Inge Siegl
arbeitet bei: Infineon Technologies Austria AG
seit: 2016
Was genau macht ein R&D Engineer für Biochemical Sensors Systems?
Meine Aufgaben sind äußerst vielseitig und reichen vom Chip Design über Programmierung und Anwenderunterstützung bis hin zur Probemessung elektrochemischer Sensoren. Diese Vielseitigkeit liegt daran, dass ich in einer kleinen, dynamischen Forschungsabteilung innerhalb des großen Halbleiterunternehmens Infineon arbeite. Unsere Abteilung, ERE (Explorative Research), begleitet innovative Chip-Entwicklungen im Rahmen von Forschungsprojekten über alle Phasen der Entwicklung hinweg – vom Konzept bis zum Prototyp.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Die Anforderungen hängen stark vom jeweiligen Forschungsprojekt und der Rolle der Firma darin ab. Unsere Abteilung arbeitet derzeit intensiv an Projekten zur biochemischen Sensorik. Da die maximale Integration ein zentrales Ziel ist, erfolgt die Implementierung meist auf Mikrochip-Basis. Mein eigener Hintergrund ist die Elektrotechnik mit Schwerpunkt Analog Chip Design. Besonders spannend ist jedoch die Schnittstelle zwischen Elektronik und Chemie, die oft der Schlüssel zum Projekterfolg ist. Deshalb habe ich mich in diesem Bereich stetig weitergebildet und mir chemisches Fachwissen angeeignet.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Die Highlights lassen sich gut anhand unserer laufenden im Horizon Europe Programm von der EU geförderten Forschungsprojekte beschreiben, wie z. B. Sustronics, Kermit, EEcone oder Hypelignum. Diese Projekte zielen darauf ab, Elektronik zu entwickeln, die das Leben der Menschen erleichtert, dabei aber Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft berücksichtigt. Häufig geht es um Gesundheitstechnologien, die einen direkten Mehrwert für Patient:innen schaffen – ein Arbeitsfeld mit Sinn und gesellschaftlicher Relevanz. Neben dem Beitrag zu diesen Projekten begeistert mich auch das Schreiben von Patenten sowie die Entwicklung neuer Werkzeuge. Ein Beispiel ist der von mir entwickelte Hexa-Region-Plot, der Ergebnisse biochemischer Messgeräte, so genannter Potentiostaten, einheitlich und klar darstellbar macht. Solche Innovationsschritte sind für mich weitere Highlights, da sie die Wissenschaft voranbringen, indem sie die Kommunikation komplexer Daten erleichtern.
Erforderliche Skills
Teamplayer 3/5
Software-Kenntnisse 3/5
Kommunikationsstärke 4/5
Datenanalyse und -interpretationsfähigkeit 5/5
Kreativität 5/5
Wissensmanagement 5/5
Projektmanagement 2/5
Analytisches Denken 5/5
Selbstständigkeit 4/5
Allgemeine Digitalkompetenz 5/5
Eigeninitiative 5/5
Verständnis für Programmierung, Programmiersprachen (C#, Python, Matlab, …) 4/5
Power Technology
Jessica Bauer
Burgenland Energie AG, Tochterunternehmen BE Energy GmbH
Projektleiterin in der Abwicklung erneuerbarer Energieprojekte
Jessica Bauer
arbeitet bei: Burgenland Energie AG, Tochterunternehmen BE Energy GmbH
seit: 2021
Was genau macht eine Projektleiterin in der Abwicklung erneuerbarer Energieprojekte?
Die Hauptaufgabe ist die reibungslose Abwicklung von Projekten, in meinem Fall im Bereich der Freiflächenphotovoltaik und Windkraft. Genauer heißt das: Als Projektleiterin ist man vollumfänglich für die Abwicklung eines Projekts verantwortlich. Das beginnt bei der Planung, Budgetierung und Ausschreibung, geht weiter über die Ausführung, Kontrolle der Einhaltung des Bauzeitplans und der Kosten bis hin zur Fertigstellung, Kollaudierung und Endabrechnung. Weiters ist man erste:r Ansprechpartner:in für alle Stakeholder. Zusammengefasst laufen bei mir alle Fäden des Projekts zusammen.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Für diesen Job braucht man eine technische Ausbildung, z. B. im Bereich Energietechnik, Umwelttechnik, Elektrotechnik oder auch Bautechnik mit Energie- und Umwelt-Schwerpunkt. Ich bin Absolventin der FH Burgenland und habe einen Bachelor in Energie- und Umweltmanagement sowie einen Master im Bereich Nachhaltige Energiesysteme. Beide Studiengänge und auch meine bisherige Berufserfahrung haben mich gut auf meine Aufgabe in meiner jetzigen Position vorbereitet.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Mein Job ist sehr vielseitig, und mit jedem neuen Projekt kommen auch neue Aufgaben und Herausforderungen auf mich zu. Bei mir gibt es kaum einen Tag, der dem anderen gleicht, und ich bin neben den Aufgaben im Büro auch sehr viel vor Ort auf den Baustellen unterwegs. Das macht den Job noch viel abwechslungsreicher. Mittlerweile gebe ich mein Wissen auch in unserem Ausbildungsprogramm „Greentech Empowerment“ an interessierte Kolleg:innen weiter. Ich wollte persönlich mit meinem Job immer Positives bewirken, und das kann ich als Projektleiterin von erneuerbaren Energieprojekten ausleben. Ich trage jeden Tag zur Erreichung der Klimaziele bei und kann etwas für die Umwelt tun. Durch meinen kleinen Beitrag im Ausbau Erneuerbarer Energien kann ich zu einer besseren Zukunft beitragen. Teil der Energiewende zu sein, ist für mich das größte Highlight im Job.
Erforderliche Skills
Fundierte Kenntnisse in der Energietechnik 4/5
Projektmanagement 4/5
Kommunikationsstärke 5/5
Flexibilität 4/5
Teamplayer 5/5
Kreativität 4/5
Selbstständigkeit 4/5
Eigeninitiative 5/5
Organisationstalent 5/5
Lösungsfindung 5/5
Technischer Experte Netzentwicklung
Thomas Wieland
arbeitet bei: Netz Oberösterreich GmbH
seit: 2017
Was genau macht ein Technischer Experte Netzentwicklung?
Die Hauptaufgabe besteht darin, Stromnetze für gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen wie z. B. die Verkehrs-, Wärme- und Energiewende aktiv mitzugestalten. Ein Teil meiner Arbeit fokussiert auf die Integration neuer Umspannwerke und den dafür erforderlichen Leitungsausbau im 110-kV-Verteilernetz. Zudem beschäftige ich mich u. a. mit der Flächenwirksamkeit verschiedener netztechnischer Maßnahmen, einschließlich des konventionellen Netzausbaus sowie der Implementierung neuer Betriebsmittel, z. B. regelbarer Ortsnetztransformatoren. Der Fokus liegt dabei auf der effektiven und effizienten Integration „neuartiger“ Erzeuger wie PV-Anlagen und Verbraucher wie Wärmepumpen und Elektromobilität in der Mittel- und Niederspannungsebene. Die eigenständigen Simulationen des Stromnetzes und die aktive Mitarbeit an Forschungsprojekten ermöglichen es, im Team strategische Entscheidungen abzuleiten, um das Stromnetz zukunftsfähig zu gestalten. Besonders wichtig ist dabei die zukünftige Digitalisierung des Stromnetzes, v. a. in den unteren Spannungsebenen, um die bestehende Infrastruktur noch besser zu nutzen.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Grundsätzlich ist eine fundierte elektrotechnische Ausbildung an einer technischen Universität mit Schwerpunkt Energietechnik die Basis für diese Tätigkeiten. Ein wesentlicher Aspekt ist jedoch die Fähigkeit, komplexe Problemstellungen zu erfassen und konventionelle, aber auch innovative Lösungen zu entwickeln, wobei der Spaß und vor allem die Freude an der Arbeit nicht zu kurz kommen sollten.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Die aktive Mitarbeit in verschiedenen nationalen und internationalen Gremien ist äußerst faszinierend, und dieser Austausch ermöglicht es mir, über den Tellerrand hinauszublicken und dadurch auch die Energiewende ganzheitlich zu sehen. Durch meine Tätigkeit und die Zusammenarbeit mit Expert:innen aus verschiedenen Bereichen können wir eine nachhaltige Energieversorgung für uns und für zukünftige Generationen gestalten, um auch die kommenden Herausforderungen zu bewältigen.
Erforderliche Skills
Fundierte Kenntnisse in der Energietechnik 5/5
Analytisches Denken 4/5
Problemlösungsfähigkeit 4/5
Datenanalyse und -interpretationsfähigkeit 3/5
Teamplayer 5/5
Kommunikationsstärke 4/5
Projektmanagement 3/5
Selbstständigkeit 4/5
Leistungsbereitschaft 4/5
Thomas Kern
APG Austrian Power Grid AG
Asset Manager Hochspannungsschaltanlagen
Thomas Kern
arbeitet bei: APG Austrian Power Grid AG
seit: 2019
Was genau macht ein Asset Manager für Hochspannungsschaltanlagen?
Als Assetmanager:in für Hochspannungsschaltanlagen kennt man idealerweise jede Anlage, die betriebsverantwortlichen Personen vor Ort und die Netzpartner am jeweiligen Standort. Man ist der erste Ansprechpartner für die strategische Planung von Instandhaltungs- und Erweiterungsmaßnahmen. Bei neuen Standorten ist man als Projektauftraggeber für die Standortsuche, die technische Konzepterstellung sowie für Abklärungen und Vertragserstellungen mit Netzpartnern und internen Abteilungen/Teams verantwortlich. Darüber hinaus ist man standortunabhängig für bestimmte Gerätschaften als „Betriebsmittelverantwortlicher“ sowie für übergeordnete, strategische, technische und allgemeine Themen die erste Kontaktperson und im besten Fall auch Know-how-Träger. Man bereitet Grundlagen für strategische Entscheidungen auf, beobachtet den Markt und hält Kontakt zu Lieferanten, Netzkunden sowie in- und ausländischen Netzpartnern.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Ein Gesamtsystemverständnis des elektrischen Energiesystems ist unerlässlich, daher ist eine elektrotechnische Grundausbildung erforderlich. Dies kann eine Facharbeiterausbildung im Bereich Elektrotechnik, eine HTL-Ausbildung oder ein abgeschlossenes Elektrotechnikstudium sein. Unabhängig vom Einstieg in die Elektro-/Energietechnik ist eine mehrjährige, einschlägige Berufserfahrung im Bereich der elektrischen Netze erforderlich, bevor man Assetmanager:in für Hochspannungsschaltanlagen werden kann. Zusätzliche Ausbildungen in Projekt- und Prozessmanagement sowie juristische Grundkenntnisse sind von Vorteil.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Ein Highlight ist die Interdisziplinarität dieser vielseitigen Aufgabe. Wenn man Freude an der Koordination, Organisation und Abstimmung mit internen Kolleg:innen sowie externen Netzpartnern und Lieferanten hat, ist man als Assetmanager:in richtig. Persönlich genieße ich es, mich mit unterschiedlichen Disziplinen zu beschäftigen und täglich von Expert:innen zu lernen. Darüber hinaus ist es erfüllend, an vorderster Front an der Energiewende mitzuwirken und einen Beitrag zur Dekarbonisierung unseres Energiesystems zu leisten. Die Mischung aus Bürotätigkeit, Homeoffice-Möglichkeiten und Dienstreisen zu Standorten, Projekten und Partnern im In- und Ausland sorgt für zusätzlichen Abwechslungsreichtum.
Erforderliche Skills
Gesamtsystemverständnis 5/5
Teamfähigkeit 4/5
Kommunikations- und Koordinationsstärke 5/5
IT-Kenntnisse 3/5
Technisches Detailwissen 3/5
Organisationstalent & Strukturiertheit 5/5
Engagement und Proaktivität 5/5
Durchsetzungskraft 4/5
Applikationsingenieur
Dennis Albert
arbeitet bei: OMICRON electronics
seit: 2022
Was genau macht ein Applikationsingenieur?
Omicron entwickelt und vertreibt Prüfgeräte für Betriebsmittel in der elektrischen Energietechnik wie Transformatoren, rotierende Maschinen, Leistungsschalter oder Schutzgeräte. Als Applikationsingenieur steht die Anwendung der Geräte im Mittelpunkt meines abwechslungsreichen Arbeitsalltags. Ich bin Ansprechpartner für unsere Kund:innen und Kolleg:innen weltweit, wenn es um die Anwendung und Interpretation von Messungen geht. Darüber hinaus fungiere ich als Bindeglied zwischen Kund:innen und Entwicklung. In Schulungen gebe ich mein Wissen an Kund:innen weiter und nehme deren Feedback mit in unsere Entwicklung.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Als Applikationsingenieur bei Omicron benötigt man fundierte Kenntnisse in Elektrotechnik und Physik. Diese Grundlagen helfen, Messungen korrekt durchzuführen, zu interpretieren und bei der Entwicklung neuer Messmethoden mitzuwirken. Unser Team besteht aus Kolleg:innen mit Ausbildung, Studium und Promotion in der Elektrotechnik und Informationstechnik, wodurch wir uns gegenseitig unterstützen und ergänzen.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Die beruflichen Highlights sind die vielfältigen Aufgaben: Kundenprobleme lösen, neue Prüfmethoden testen und entwickeln, Teilnahme an Normengremien und Konferenzen, Kundentrainings, interner Wissenstransfer und Consulting. So kann das Know-how international eingebracht und die Versorgungssicherheit unseres elektrifizierten Alltags weiterhin gewährleistet werden. Durch die Zustandsbewertung von Betriebsmitteln unterstützen wir unsere Kund:innen beim effizienten Betrieb und leisten damit einen Beitrag zur nachhaltigen Ressourcennutzung.
Erforderliche Skills
Freude an der Arbeit 5/5
Eigeninitiative 5/5
Selbstständigkeit 5/5
Fundierte Kenntnisse der Elektrotechnik 5/5
Ganzheitliches Denken 4/5
Arbeiten in einem internationalen Umfeld 5/5
Arbeitssicherheit 5/5
Reiselust 3/5
Improvisationsfähigkeit 5/5
Techniker strategische Systemführung
Martin Ruhhütl
arbeitet bei: KNG-Kärnten Netz GmbH
seit: 2021
Was genau macht ein Techniker in der strategischen Systemführung?
Meine Aufgaben in der strategischen Systemführung konzentrieren sich darauf, den Systembetrieb der Zukunft aktiv mitzugestalten. Dazu zählen z. B. die Entwicklung innovativer Konzepte für den Netzbetrieb und die Erarbeitung von Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen. Mittels präziser Prognosen und detaillierter Analysen des Verteilnetzes werden potentielle Engpässe identifiziert und proaktiv Lösungsstrategien entwickelt. Das Vorantreiben zukunftsweisender Applikationen bereitet den Netzbetrieb optimal auf die Anforderungen von morgen vor. Wichtig ist darüber hinaus auch der kontinuierliche Austausch mit Fachkolleg:innen im In- und Ausland, um stets auf dem Laufenden zu bleiben.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Fundierte Kenntnisse in Elektrotechnik/Energietechnik sind wichtig, um die komplexen Zusammenhänge des Stromnetzes und dessen Betriebs zu verstehen. Auch die Fähigkeit, komplexe technische Zusammenhänge zu analysieren und innovative Lösungen zu entwickeln, ist von zentraler Bedeutung, um den Herausforderungen der Energiewende aktiv begegnen zu können. Darüber hinaus sind in unserem dynamischen Umfeld eine hohe Anpassungsfähigkeit sowie die Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterbildung essenziell.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Ein Highlight, das mich nahezu jeden Tag begleitet, ist die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung der Energiewende. Durch die Entwicklung strategischer Systembetriebskonzepte trage ich dazu bei, dass unser Stromnetz nachhaltiger und zukunftsfitter wird. Ein weiteres persönliches Highlight war für mich die CIRED in Rom, bei der ich meine Ansätze zur Last- und Erzeugungsprognose vor internationalem Publikum präsentieren durfte. Die Möglichkeit, sich in zahlreichen Projekten mit internationalen Expert:innen auszutauschen und neue Perspektiven zu gewinnen, ist für meine Arbeit sehr spannend und wertvoll.
Erforderliche Skills
Eigeninitiative 5/5
Selbstständigkeit 5/5
Kenntnisse in der Elektronik und Energietechnik 5/5
IT-Kennnisse 4/5
Innovationsgeist 5/5
Datenanalyse und -interpretationsfähigkeit 5/5
Kommunikationsstärke 4/5
Lösungsorientiertes Arbeiten 5/5
Reisebereitschaft 3/5
René Braunstein
Energienetze Steiermark GmbH
Abteilungsleiter Mess- und Prüftechnik & Ladeinfrastruktur
René Braunstein
arbeitet bei: Energienetze Steiermark GmbH
seit: 2012
Was genau macht ein Abteilungsleiter Mess- und Prüftechnik & Ladeinfrastruktur?
Als Abteilungsleiter verantworte ich inhaltlich Kabelfehlerortungen, Inbetriebnahmeprüfungen, Diagnosemessungen, Spannungsqualitäts- und Sondermessungen sowie die Überprüfung der Arbeitsmittel. Die Projektierung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge fällt ebenso in den Aufgabenbereich der Abteilung. Wir betreiben mittlerweile 1.000 öffentliche Ladepunkte. Zur klassischen Rolle als Abteilungsleitung zählen darüber hinaus Personal-, Budget-, Kosten- und Erlösverantwortung. Im stetigen Austausch mit der Geschäftsführung informiere ich einerseits über die Entwicklung und nehme andererseits die strategischen Ziele der Geschäftsführung mit. Leadership bedeutet für mich, mit dem Team den klaren Blick auf ein gemeinsames Ziel zu haben. Mit unserem Bildungsangebot der Energie Steiermark geben wir allen Mitarbeiter:innen Werkzeuge in die Hand, mit denen sie aktuelle und zukünftige Herausforderungen und Aufgaben meistern können.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Eine technische Grundausbildung im Bereich der Energietechnik ist die ideale Voraussetzung für den Start im Netzbereich. Ich habe an der TU Graz Elektrische Energietechnik studiert und danach als Universitätsassistent gearbeitet. Hier habe ich auch die Energie Steiermark als Projektpartner kennengelernt. 2012 habe ich von der Wissenschaft in die Praxis gewechselt und als Techniker in den Bereichen der 110-kV-Ausbauplanung und der Spannungsqualität begonnen. Seit 2021 bin ich mit Begeisterung in meiner jetzigen Rolle.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Mein Highlight ist, konkrete Schritte zur Energiewende umzusetzen und Maßnahmen zu gestalten – in der Steiermark und darüber hinaus. Zusätzlich dazu freut es mich ganz besonders, meine Mitarbeiter:innen in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
Erforderliche Skills
Management und Leadership 5/5
Fundierte Kenntnisse in der Energietechnik 5/5
Praktische Erfahrung 4/5
Analytisches Denken 4/5
Kommunikation 5/5
Selbstständigkeit 5/5
Gesprächsführung 4/5
Unternehmerisches Denken 4/5
Leistungsbereitschaft 5/5
Technische Planerin
Annika Hödl-Ganster
arbeitet bei: Solana Renewable Technologies GmbH
seit: 2023
Was genau macht eine Technische Planerin?
Als Technische Planerin bin ich in verschiedene Aufgabenbereiche innerhalb unserer Projekte eingebunden. Mein Hauptverantwortungsbereich liegt im Erstellen von Schaltplänen, insbesondere für Großkunden. Dabei arbeite ich mit dem Programm EPLAN, um die geforderten Pläne präzise und normgerecht umzusetzen. Gerade für Großprojekte mit komplexer bestehender Infrastruktur kann die Ausarbeitung der Pläne sehr umfangreich sein und erfordert ein hohes Maß an Genauigkeit und technischer Abstimmung. Darüber hinaus bearbeite ich Bauanzeigen für Photovoltaikanlagen und Speichersysteme und erstelle Netzanfragen beim jeweils zuständigen Netzbetreiber für unsere Kunden.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Für meine Tätigkeit ist der sichere Umgang mit dem Programm EPLAN eine Voraussetzung, wobei ich dank meiner Matura an der HTL umfangreiche Erfahrung damit mitbringe. Weiters ist fundiertes elektrotechnisches Grundwissen für die Planung von Photovoltaikanlagen, Speicherlösungen und Elektroinstallationen erforderlich, welches ich aktuell in meinem Elektrotechnik-Studium vertiefe. Ergänzend sind Kenntnisse in Projektplanung, Normen und Vorschriften sowie gute Kommunikationsfähigkeiten im Team, mit Kunden und Netzbetreibern hilfreich, um die Aufgaben erfolgreich umzusetzen.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Als eine der ersten Mitarbeiterinnen im Team Solana freue ich mich, das Wachstum unseres jungen Unternehmens aktiv mitzugestalten und ein Teil davon zu sein. Besonders erfüllend finde ich es, für ein Unternehmen zu arbeiten, das die Energiewende durch den Ausbau von Photovoltaik vorantreibt. Für mich liegen die Highlights meines Jobs im engagierten, motivierten Team und im grünen Gedanken, den wir mit unserer Arbeit umsetzen.
Erforderliche Skills
Teamplayer 4/5
Software-Kenntnisse 5/5
Kommunikationsstärke 4/5
Organisationstalent 5/5
Projektmanagement 3/5
Selbstständigkeit 3/5
Allgemeine Digitalkompetenz 4/5
Eigeninitiative 4/5
Fundierte Kenntnisse in der Energietechnik 5/5
Information & Communication Technology
Product Owner
Lara Baumgartner
arbeitet bei: Kapsch TrafficCom
seit: 2021
Was genau macht ein Product Owner?
In Kürze: Ein Product Owner ist die zentrale Schnittstelle zwischen dem Kunden und dem Entwicklungsteam. Zu meinen Hauptaufgaben gehören das Management des Produkt-Backlogs – das ist die Liste aller Produktanforderungen, die Planung der Iterationen, also der schrittweisen Verbesserungen des Produkts –, die Produktvision und das Risikomanagement. Konkret bedeutet das, dass ich die Bedürfnisse der Stakeholder und die Produktvision priorisiere und pflege. Ich arbeite eng mit dem Entwicklungsteam zusammen, um Iterationen zu planen und sicherzustellen, dass die Lieferungen pünktlich und zielgerichtet erfolgen. Dabei definiere und kommuniziere ich die Produktvision und stelle sicher, dass alle Beteiligten ein kohärentes Ziel verfolgen. Außerdem identifiziere und reduziere ich Risiken, die den Erfolg des Produkts gefährden könnten.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Die Ausbildung zum Product Owner unterscheidet sich je nach Branche. In der Informations- und Kommunikationstechnologie, in der ich tätig bin, haben Product Owner in der Regel ein MINT-Studium absolviert und sich im agilen Projektmanagement weitergebildet (z. B. mit SCRUM-Zertifizierungen). Technisches Know-how ist ebenso wichtig wie soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeiten, um effektive Entscheidungen mit allen relevanten Stakeholdern abzustimmen.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Ein Highlight meiner Arbeit ist die Zusammenarbeit mit verschiedenen Stakeholdern, um eine gemeinsame Vision für das zu entwickelnde Produkt zu entwickeln. Diese Vision übersetze ich mit meinem Team in ein sich ständig weiterentwickelndes Produkt-Backlog und schließlich in ein fertiges Produkt. Es ist ein tolles Gefühl, direkten Einfluss auf die Richtung und den Erfolg des Produkts zu haben und zu sehen, wie es von der Idee bis zur Umsetzung wächst und sich ständig weiterentwickelt.
Erforderliche Skills
Teamplayer 5/5
Kommunikationsstärke 5/5
Organisationstalent 5/5
Software-Kenntnisse 4/5
Präsentationsfähigkeit 4/5
Projektmanagement 5/5
Eigeninitiative 4/5
Entscheidungsfindung 5/5
System-Ingenieurin
Dilay Öncirak
arbeitet bei: Frequentis
seit: 2022
Was genau macht eine System-Ingenieurin?
Eine System-Ingenieurin ist für die Umsetzung einer technischen Lösung über den gesamten Projekt-Lifecycle verantwortlich. Unser Aufgabenbereich ist sehr vielfältig. Er führt von der Integration und Inbetriebsetzung der technischen Lösung über Systemanpassungen sowie das Erstellen von technischen Dokumentationen bis hin zum Durchführen von Systemtests. Für uns ist das Troubleshooting mitunter eine der Hauptaufgaben neben der Kommunikation, technischen Abstimmung und Organisation gemeinsam mit dem Kunden. Nicht nur der Rucksack mit Laptop und Zubehör wird gepackt, sondern auch der Koffer, wenn ein (internationaler) Vor-Ort-Einsatz ansteht, denn eine gewisse Reisebereitschaft ist ebenfalls Teil des Profils einer System-Ingenieurin.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Idealerweise bringt man einen technischen Abschluss (HTL, FH, TU) kombiniert mit wirtschaftlichen Inhalten oder eine gleichwertige Berufserfahrung mit. Mit fundiertem Wissen im Bereich der Netzwerktechnik, im Requirements Engineering sowie Domain Know-how im jeweiligen Geschäftsfeld ist man optimal für das System Engineering ausgestattet. Essenziell sind auch Social Skills, denn die System-Ingenieurin ist die technische Ansprechpartnerin und das Gesicht beim Kunden.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Zum einen zählt die großartige Zusammenarbeit des gesamten Projektteams dazu. Dies ist einer der wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung der Lösung und Abnahme des Systems. Auch verantworten wir eine Vielzahl an Aufgaben, was den Arbeitsalltag abwechslungsreich gestaltet. Es gibt immer wieder neue, interessante To-dos, kurz gesagt: Es wird niemals langweilig. Zu meinen persönlichen Highlights zählt auch, dass wir bei uns im Bereich Defence mit unseren missionskritischen Kommunikationssystemen dazu beitragen, die Welt sicherer zu machen.
Erforderliche Skills
Teamplayer 5/5
Projektmanagement 3/5
Lösungsorientiertes Denken und Handeln 5/5
Selbstständigkeit 4/5
Engagement 5/5
Soziale Kompetenz im Umgang mit Kunden 4/5
Analytisches Denken 5/5
Fundierte Kenntnisse in der Informations- und Kommunikationstechnik 4/5
Bereitschaft für (internationale) Vor-Ort-Einsätze 3/5
Data Scientist
Jasmin Lampert
arbeitet bei: AIT Austrian Institute of Technology
seit: 2014
Was genau macht ein Data Scientist?
Ein Data Scientist beschäftigt sich mit der Extraktion von Wissen aus Daten – und das bedeutet weit mehr als nur Programmieren oder Modellieren. Im Forschungsumfeld am AIT umfasst die Arbeit die gesamte Datenwertschöpfungskette: vom Sammeln und Aufbereiten großer, oft heterogener Datensätze über die Entwicklung und Validierung statistischer Modelle bis hin zur Interpretation und Kommunikation der Ergebnisse. Data Scientists formulieren datengetriebene Forschungsfragen, kombinieren Maschinelles Lernen mit Domänenwissen und arbeiten eng mit Expert:innen aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammen – etwa aus Meteorologie, Biologie oder Forstwirtschaft.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Data Scientists in der Forschung kommen meist aus technischen oder naturwissenschaftlichen Studienrichtungen wie Informatik, Mathematik, Statistik, Physik oder Ingenieurwesen – oft mit einem Master oder PhD. Neben fundierten Programmierkenntnissen und Erfahrung mit Maschinellem Lernen oder statistischer Modellierung braucht es vor allem die Fähigkeit, Daten in einen fachlichen Anwendungskontext zu bringen. Ob es um die Vorhersage von Schädlingsausbreitung, die Analyse von Verkehrsdaten oder das Training von KI-Modellen mit Satellitenbildern geht: Entscheidend ist die Kombination aus analytischem Denken, methodischer Sorgfalt und interdisziplinärem Verständnis.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Was meinen Job am AIT für mich besonders macht, ist die Möglichkeit, mit Daten einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft zu leisten. Ich arbeite an Projekten, bei denen datenbasierte Modelle helfen, ökologische Zusammenhänge besser zu verstehen oder Ressourcen zu sparen – etwa beim Monitoring von Waldschäden, der Modellierung von Schädlingsausbreitung oder der Entwicklung von KI-Methoden für Umwelt- und Geodaten. Die Themen sind vielseitig und gesellschaftlich relevant, und ich schätze es, in einem interdisziplinären Team an innovativen Lösungen zu arbeiten, die nicht nur wissenschaftlich spannend, sondern auch praktisch wirksam sind.
Erforderliche Skills
Fundiertes Wissen in Datenanalyse und Statistik 5/5
Analytisches Denken 5/5
Problemlösungsfähigkeit 5/5
Programmierkenntnisse 5/5
Interdisziplinarität 4/5
Kreativität 4/5
Kommunikationsstärke 4/5
Teamplayer 5/5
Projektmanagement 3/5
Kontinuierliches Lernen 4/5
Software Staff Engineer
Florian Oberhauser
arbeitet bei: Avery Dennison Atma GmbH
seit: 2020
Was genau macht ein Software Staff Engineer?
Als Software Staff Engineer betreue ich große Teile der Codebasis und verwandle Ideen in umsetzbare Software-Designs inklusive der dafür nötigen Aufwandsabschätzung. Aufgrund meines Domänenwissens bin ich Ansprechpartner für meine Kolleg:innen, wenn es um Fragen zur Implementierung und das Architektur-Design geht. Mein Ziel ist es, Plattform- und Kunden-Features möglichst effizient und vorausschauend umzusetzen.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Das nötige Verständnis für Software-Entwicklung und Prozessabläufe erlangte ich durch mein Elektrotechnik-Studium an der TU Graz. Auch andere Bereiche meines Studiums, wie Elektronik und Kommunikationstechnik, helfen mir, unsere Software-Lösungen für den RFID-Markt umzusetzen. Dieses Gesamtpaket macht mich zu einer vielseitig einsetzbaren Ressource im Unternehmen.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Der Weg von einer vagen Idee hin zu einem fertigen Produkt, das am Markt eingesetzt wird und dort letztlich auch den „Praxistest“ bestehen muss, ist einer der interessantesten Aspekte meiner Tätigkeit. Auch die Vielseitigkeit der Aufgabenstellungen inklusive der Spannung, wenn es einmal im „Live-System“ Herausforderungen zu meistern gilt, lässt keine Langeweile aufkommen.
Erforderliche Skills
Teamplayer 4/5
Software-Kenntnisse 5/5
Kreativität 4/5
Analytisches Denken 4/5
Selbstständigkeit 3/5
Eigeninitiative 4/5
Datenanalyse und -interpretationsfähigkeit 4/5
Software-Architekt:in
Verena Parzer
arbeitet bei: AIT Austrian Institute of Technology
seit: 2024
Was genau macht ein:e Software-Architekt:in?
Ich entwickle die Software-Architektur für verschiedene Forschungsprojekte und begleite die Teams bei der technischen Umsetzung. Dabei sorge ich dafür, dass neue Ideen auf einer stabilen, zukunftsfähigen Basis entstehen. Zusätzlich treibe ich teamintern unseren Technologie-Radar voran und arbeite an einer gemeinsamen Technologielandkarte. So behalten wir den Überblick über aktuelle Frameworks, Tools sowie Trends und können gezielt entscheiden, welche Technologien in unseren Projekten sinnvoll eingesetzt werden. Mein Ziel ist es, Forschungsergebnisse in stabile zukunftsfähige Software-Lösungen zu überführen und gleichzeitig die technologische Weiterentwicklung im Team zu fördern.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Ich habe die fünfjährige HTBLVA Wien Spengergasse V mit Schwerpunkt Kommerzielle Datenverarbeitung abgeschlossen und anschließend an der FH Campus Wien Bioinformatik studiert. Grundsätzlich braucht man für diesen Job eine fundierte Ausbildung in der Software-Entwicklung, d. h. von Programmierung und Algorithmen über Systemdesign bis hin zu Software-Architektur. Ebenso wichtig sind gute Kommunikationsfähigkeiten, da man sich laufend mit Expert:innen, Projektleiter:innen und Forschungspartnern abstimmt.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Ein besonderes Highlight ist für mich, dass ich in meinem Job ständig mit neuen Technologien arbeiten und diese auch direkt ausprobieren kann. Durch die Vielfalt der Forschungsprojekte gleicht kein Tag dem anderen; jedes Projekt bringt neue Themen, Partner und technische Herausforderungen mit sich. Ich schätze die Möglichkeit, Architekturentscheidungen mitzugestalten, innovative Ansätze zu erproben und damit die technologische Ausrichtung unseres Teams aktiv zu beeinflussen. Es motiviert mich, zu sehen, wie aus Forschungsvisionen funktionierende Software-Lösungen werden, die einen Beitrag zu einer besseren und nachhaltigeren Zukunft leisten.
Erforderliche Skills
Teamplayer 5/5
Kommunikationsstärke 4/5
Datenanalyse und -interpretationsfähigkeit 5/5
Kreativität 4/5
Projektmanagement 4/5
Analytisches Denken 5/5
Selbstständigkeit 5/5
Eigeninitiative 5/5
Verständnis für Programmierung, Programmiersprachen 5/5
R&D Staff Engineer
Hannes Pessentheiner
arbeitet bei: Qualcomm
seit: 2017
Was genau macht ein R&D Staff Engineer bei Qualcomm im Fachbereich Audio?
Als R&D Staff Engineer betreibt man Grundlagen- und angewandte Forschung sowie Wissensgenerierung. Dabei werden neue Algorithmen, Modelle und Theorien erforscht und entwickelt, um komplexe Probleme im Audiobereich zu lösen, sei es in der Spracherkennung oder der HD-Audio-Aufnahme und Audiowiedergabe für unterschiedliche Formate, wie z. B. Stereo, Dolby Atmos oder Ambisonics. Zu den Aufgabenbereichen zählt auch die Implementierung von neu erforschten und entwickelten Algorithmen und Modellen, sodass diese in Echtzeit mit möglichst wenig Latenz und Energieverbrauch auf Mikrochips zuverlässig laufen. Ebenso gehört die Leitung kleiner internationaler Projekte mit Kolleg:innen aus den USA, der EU, Indien und China dazu.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Für diesen Job benötigt man eine fundierte Ausbildung in den Bereichen Signalverarbeitung, Akustik, Aufnahmetechnik, Regelungstechnik, Machine Learning, Mathematik, Informatik oder Programmierung (C, Julia, Python, MATLAB). Speziell die Programmiersprache C spielt für neue Modelle und Algorithmen eine bedeutende Rolle. Weiters ist Wissenschaftskommunikation wichtig, um komplexe Theorien und mathematische Modelle einfach zu erklären. Frisch generiertes Wissen muss allen klar und verständlich kommuniziert und fächerübergreifend ausgetauscht werden, um hybride Lösungen, z. B. basierend auf Kameras und Mikrofonen, zu entwickeln.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Man hat die Möglichkeit, eigene Ideen und Hypothesen zu entwickeln, diese zu erforschen und zu testen sowie in ein System zu integrieren, welches dann den Kund:innen auf Mikrochips von Qualcomm zur Verfügung steht. Mein persönliches Highlight: die Erforschung und Entwicklung eines zeitvarianten, nichtlinearen Systems zur Audiosignal-Verbesserung, welches ein System eines namhaften Marktführers um mehrere Prozentpunkte in den Bereichen Performance und Energieverbrauch übertroffen hat.
Erforderliche Skills
Analytisches Denken 5/5
Datenanalyse und -interpretationsfähigkeit 5/5
Eigeninitiative 4/5
Kommunikationsstärke 4/5
Kreativität 5/5
Selbstständigkeit 5/5
Teamplayer 4/5
Verständnis für Programmierung 5/5
Wissensmanagement 5/5
Amra Avdic Causevic
TTTech Computertechnik AG
Senior Innovation Projects and Funding Managerin
Amra Avdic Causevic
arbeitet bei: TTTech Computertechnik AG
seit: 2024
Was genau macht eine Senior Innovation Projects and Funding Managerin?
Bei TTTech ist Innovation Projects & Funding Managerin eine zentrale Funktion an der Schnittstelle zwischen technologischer Entwicklung und internationaler Förderlandschaft. Sie verbindet die internen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen mit externen Förderstellen wie der FFG oder der Europäischen Kommission, identifiziert frühzeitig Finanzierungsmöglichkeiten und entwickelt daraus strategisch passende Projekte entlang der Innovations-, Produkt- und Technologie-Roadmaps. Zudem koordiniert sie interne Entwicklungsbereiche und externe Partner, überwacht Fristen, Meilensteine, Ressourcen und Arbeitspakete und fungiert als primäre Ansprechperson für Förderagenturen.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Für die Rolle wird typischerweise ein technisches oder innovationsorientiertes Hochschulstudium (Master oder Doktorat) vorausgesetzt. Weiterbildungen im Projektmanagement oder spezifische Kenntnisse im Förderwesen erhöhen die Professionalität und Einsatzfähigkeit in dieser Funktion. Neben der akademischen Ausbildung spielt auch die praktische Industrieerfahrung eine entscheidende Rolle. Wer bereits in technologieintensiven Branchen gearbeitet hat, versteht nicht nur Entwicklungslogiken und Systemarchitekturen, sondern bringt auch die Fähigkeit mit, interdisziplinäre Teams zu koordinieren, technische Inhalte zu strukturieren und Projekte realistisch hinsichtlich Aufwand, Risiken und Ressourcen einzuschätzen.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
In meinem Job bin ich nah an den technologischen Entwicklungen, die unsere Branche prägen werden. Durch die Zusammenarbeit mit europäischen Industriepartnern und Forschungseinrichtungen reise ich viel, lerne neue Perspektiven kennen und erlebe Innovation dort, wo sie entsteht. Besonders spannend ist für mich die internationale Zusammenarbeit – von ersten Trendgesprächen bis hin zum gemeinsamen Projekt. Die Vielfalt der Stakeholder und Themen schafft ein Arbeitsumfeld, in dem ich aktiv mitgestalten kann, wie Ideen zu echten Zukunftslösungen werden.
Erforderliche Skills
Teamplayer 5/5
Kommunikationsstärke 5/5
Datenanalyse- und -interpretationsfähigkeit 5/5
Wissensmanagement 5/5
Organisationstalent 5/5
Projektmanagement 5/5
Analytisches Denken 5/5
Selbstständigkeit 5/5
Allgemeine Digitalkompetenz 5/5
Automation & Control
Head of Customer Service
Stefan Grumeth-Aleksanian
arbeitet bei: Pia Automation GmbH
seit: 2015
Was genau macht ein Head of Customer Service?
Neben strategischen und organisatorischen Aufgaben geht es vor allem darum, unseren Kunden mit unserem Produktportfolio einen echten Mehrwert zu bieten. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team entwickeln und begleiten wir individuelle Leistungen für unsere Sondermaschinen, von A wie Anlagenbegleitungen bis Z wie Zustandsanalysen. In meiner Rolle trage ich maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg meines Unternehmens bei, repräsentiere unsere qualitativ hochwertigen Produkte und entwickle das wertvollste Gut eines jeden Unternehmens: meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für mich einer der vielseitigsten und spannendsten Aufgabenbereiche, die man sich vorstellen kann.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Einerseits das Erlernbare: eine technische Grundausbildung (HTL, Kolleg, aber auch Lehre) sowie eine fachspezifische universitäre Vertiefung mit dem Fokus auf Technik, Wirtschaft und gezielte Soft Skills. Ich selbst habe eine HTL-Matura im Bereich Elektrotechnik/Energietechnik und einen Bachelor für das Gebiet Automatisierungstechnik. Andererseits gibt es elementare Kompetenzen, die uns ein Leben lang begleiten: soziale Verträglichkeit, hohe emotionale Intelligenz, die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren und zu organisieren, eine Affinität zur Technik/Industrie, Selbstreflexion, innere Ruhe und eine strukturierte Arbeitsweise bei der Lösung von komplexen Themengebilden. Zusammenfassend: Basiswissen in der jeweiligen Fachrichtung ist ein essenzielles Grundkriterium; die Eigenschaften, auf die es allerdings wirklich ankommt, sind in keinem Lebenslauf zu finden.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Als Führungskraft habe ich einen gestalterischen und kreativen Auftrag zum Wohle des Unternehmens mit großen Freiräumen. Ich würde genau diese breiten Freiräume in Kombination mit großer Verantwortung als eines von vielen Highlights betiteln. Die Energie, die ich in meine Tätigkeit investiere, bekomme ich zeitnah in Form von Ergebnissen zurückgespiegelt, sprich: Es herrscht ein latentes Gefühl der Selbstwirksamkeit. Es gibt nicht das eine große Highlight, sondern tagtäglich viele kleine Momente, wie z. B. eine gut gelaufene Verhandlung, eine gelöste Reklamation oder einfach ein Gespräch mit dem Projektteam, welche das Puzzle komplettieren.
Erforderliche Skills
Automatisierungstechnik 4/5
Führungsqualitäten/Leadership 5/5
Projektmanagement 4/5
Wirtschaftliches Verständnis 5/5
Kommunikation 5/5
Unternehmerisches Denken 5/5
Kreativität 4/5
Interkulturelle Kompetenz 4/5
Verhandlungsführung 4/5
Kundenzentrierung 4/5
Jennifer Freyhammer
Traktionssysteme Austria
Produktionsplanung & Fertigungssteuerung
Jennifer Freyhammer
arbeitet bei: Traktionssysteme Austria
seit: 2012
Was genau macht ein:e Produktionsplaner:in?
In meiner Funktion als Produktionsplanerin bin ich für die kapazitative Personalplanung in meinem Fachbereich verantwortlich. Dabei plane ich, wie viel Ressourcen wir für die Arbeitsabläufe in den kommenden Monaten und Jahren benötigen und entscheide mit, welche Fertigungsschritte über eine Linienfertigung gesteuert werden. Zu meinen Hauptaufgaben zählen außerdem das Ausbuchen von Materialien, die Bearbeitung von Fehlermeldungen und das Einsteuern von Prototypenfertigungen. Ich stehe in engem Austausch mit den Kolleg:innen in der Produktion, um den aktuellen Fortschritt im Arbeitsalltag abzustimmen, Sonderaufträge zu koordinieren und Fertigstellungstermine zu vergeben. So sorge ich gemeinsam mit dem Team dafür, dass unsere Produkte termingerecht fertiggestellt und ausgeliefert werden können.
Welche Ausbildung braucht man für diesen Job?
Für diesen Beruf ist eine technische Ausbildung mit Schwerpunkt Elektrotechnik oder Maschinenbau von Vorteil. Das technische Verständnis und das Wissen über unsere Produkte und deren Fertigungsprozesse erleichtern den Einstieg und sind eine gute Basis, um die komplexen Abläufe in der Produktion zu verstehen und zu planen.
Was sind die Highlights im Job, und was kann man damit bewegen?
Das Beste an meinem Job ist der ständige Austausch mit Kollegen und Kolleginnen aus unterschiedlichen Fachbereichen. Kein Tag ist wie der andere – jede Woche bringt neue Herausforderungen und spannende Aufgaben mit sich. Besonders motivierend ist für mich zu sehen, welchen Beitrag ich mit meiner Arbeit leiste: Nur durch eine gut geplante Produktion können unsere Produkte zur richtigen Zeit in bester Qualität an unsere Kunden ausgeliefert werden. Ich bin stolz darauf, mit meiner Arbeit einen wichtigen Teil zum Erfolg von TSA und zu einer nachhaltigen Mobilität der Zukunft beizutragen.
Erforderliche Skills
Teamplayer 5/5
Kommunikationsstärke 4/5
Datenanalyse und -interpretationsfähigkeit 4/5
Wissensmanagement 4/5
Organisationstalent 5/5
Projektmanagement 4/5
Analytisches Denken 4/5
Selbstständigkeit 5/5
Allgemeine Digitalkompetenz 3/5
Eigeninitiative 5/5