Runder Tisch zu Energiegemeinschaften

Energiegemeinschaften sollen künftig fixer Bestandteil unseres Energiesystems sein. Ihr Erfolg hängt allerdings von ihrer Einbindung in die bestehende Infrastruktur ab. Der OVE initiiert daher Diskussionsrunden mit Expert:innen über die notwendigen Rahmenbedingungen.

Energiegemeinschaften sollen in Zukunft das Modell der zentralen Energieversorger ergänzen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten. Bürger:innen und Kommunen werden dadurch zu aktiven Mitgestaltern am Energiemarkt. Zuletzt ist das Interesse der Bevölkerung aufgrund der aktuellen Situation noch einmal deutlich gestiegen.

    Erster Runder Tisch zu Energiegemeinschaften am 4. Mai 2022

    Hochrangige Expert:innen aus den Bereichen Wirtschaft, Netzbetreiber und Behörden diskutierten am 4. Mai auf Einladung des OVE offene Fragen, die es im Zusammenhang mit den technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Energiegemeinschaften noch gibt.

    Nach einem Vortrag von Hubert Fechner (Österr. Technologie Plattform Photovoltaik) über Sinn und Nutzen von Energiegemeinschaften kamen unter anderem die folgenden Punkte zur Sprache:

    • Die Digitalisierung als Schlüssel für das Funktionieren von Energiegemeinschaften
    • Die Forderung nach einem niederschwelligen Zugang verbunden mit der Kritik an bürokratischen Hürden
    • Die Bedeutung von Pionierprojekten, um Erfahrungen zu sammeln
    • Die dringende Notwendigkeit, den Fachkräftemangel zu beheben
    • Die Frage der Planbarkeit für die Netzbetreiber
    • Die Notwendigkeit der Systemfreundlichkeit (Netzdienlichkeit) von Energiegemeinschaften

    Einig waren sich alle Beteiligten, dass es weiterhin einen Diskurs auf Augenhöhe brauche, um Barrieren zu reduzieren und vorhandene Hürden zu überwinden. Der OVE plant daher eine Fortsetzung der Gespräche.

    Zweiter Runder Tisch am 30. Juni 2022

    Am 30.6. fand im OVE der zweite Runde Tisch zum Thema Energiegemeinschaften statt. Im Mittelpunkt standen dieses Mal konkrete Maßnahmen, die dem Modell „Energiegemeinschaft“ zum Erfolg verhelfen können. Folgende Punkte kamen in der Expert:innen-Runde u.a. zur Sprache:

    • Forcieren der Systemdienlichkeit von Energiegemeinschaften
    • Vorantreiben von Datenlieferung und Datenkommunikation
    • Einsatz einer Expert:innen-Task Force im BMK
    • Anerkennung von Energiegemeinschaften als Infrastrukturprojekte
    • Herausstreichen der Vorteile
    • Definition der Anforderungen an Systemkomponenten
    • Standardisierung von Schnittstellen
    • Fördern von Fachkräften
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