Innovative Ausbildung: Manager:in von Energiegemeinschaften

Das Interesse an Energiegemeinschaften (EGs) steigt stetig. Der OVE-Zertifikatslehrgang "Manager:in von Energiegemeinschaften" ist eine praxisnahe Ausbildung, die sich mit den rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen befasst und alle Schritte von der Planung über die Gründung bis zum Betrieb einer Energiegemeinschaft beinhaltet. 

Gemeinsam Energie produzieren, verbrauchen und verkaufen - das ist der Grundgedanke von Energiegemeinschaften. Durch die Energiekrise ist das Interesse an Energieprojekten mit Bürgerbeteiligung deutlich gestiegen. Die gesetzliche Grundlage dafür wurde im Jahr 2021 mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz geschaffen.

Das hohe Interesse schlägt sich auch in den Projektzahlen nieder: In Österreich sind bereits mehr als 200 Energiegemeinschaften in Betrieb. Weitere 100 befinden sich in Gründung.

Wer eine Energiegemeinschaft gründen und betreiben möchte, muss jedoch einige rechtliche, technische und administrative Aspekte berücksichtigen: was sollte schon in der Planungsphase von EGs bedacht werden? Welche Energieformen lassen sich überhaupt einbringen und kombinieren?  Was ist bei der Gründung zu beachten? Wie gestaltet sich der Betrieb von EGs erfolgreich?

Diese Themen werden ausführlich in unserer neuen Ausbildung zum/zur Manager:in von Energiegemeinschaften behandelt.

"Mit unserem neuen Lehrgang wollen wir den Weg zur Energiegemeinschaft einfacher machen. Immerhin stellt dieses Modell einen wichtigen Meilenstein für die österreichische Energiewirtschaft dar."
Leiter OVE Academy

Umfassendes Wissen für Gründung, Planung und Betrieb

Der OVE-Zertifikatslehrgang „Manager:in von Energiegemeinschaften“ richtet sich an Einzelpersonen und Mitarbeitende von Gemeinden, Unternehmen oder Organisationen, die eine Energiegemeinschaft gründen und betreiben wollen sowie an Personen, die bereits Mitglied einer Energiegemeinschaft sind. Der Lehrgang dauert zwei Halbtage. 

Die Vortragenden sind Experten mit praxisnahen Erfahrungen aus über 130 Projekten zu Energiegemeinschaften unterschiedlichster Größe: Andreas Rautner und Roland Matous, beide Geschäftsführer Energie Zukunft Niederösterreich.

„Energiegemeinschaften spielen eine wichtige Rolle beim Erreichen der Klimaziele. Sie ermöglichen die aktive Teilnahme von Bürger:innen am Aufbau einer dezentralen, nachhaltigen Energieversorgung.“
Geschäftsführer EZN und Vortragender beim Lehrgang "Manager:in von Energiegemeinschaften"
"Dieser Lehrgang richtet sich an alle, die selbst eine Energiegemeinschaft betreiben wollen oder generelles Interesse am Thema Energiegemeinschaften haben. Anhand konkreter Beispiele wollen wir zeigen, wie Energiegemeinschaften funktionieren und wie sie im täglichen Betrieb gemanagt werden können.“
Geschäftsführer EZN und Vortragender beim Lehrgang "Manager:in von Energiegemeinschaften"

Wissens-Snack: Welche Formen von Energiegemeinschaften gibt es?

Die gemeinschaftliche Erzeugungsanlage

Die gemeinschaftliche Erzeugungsanlage ist ein geeignetes Modell für den urbanen Raum, beispielsweise für gemeinschaftlich genutzte Hauptleitungen in Mehrparteienhäusern zum Anschluss einer Photovoltaikanlage und Energieversorgung mehrerer Haushalte.

Die Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (EEG)

EEGs dürfen Energie (Strom, Wärme oder Gas) aus erneuerbaren Quellen erzeugen, verbrauchen und handeln. Sie nützen dabei die Leitungen des Netzbetreibers. Die Grenze des lokalen Netzbetreibers darf nicht überschritten werden.

Die Bürgerenergiegemeinschaft (BEG)

BEGs dürfen nur elektrische Energie erzeugen, verbrauchen und verkaufen. Es besteht keine Beschränkung auf erneuerbare Energieformen. BEGs dürfen sich örtlich über Gebiete mehrerer Netzbetreiber in ganz Österreich ausbreiten.