Die Behandlung der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) hat in Kraftfahrzeugen seit jeher eine große Bedeutung. In Elektrofahrzeugen kommt ihr jedoch ein besonders hoher Stellenwert zu. Anders als der Verbrenner erzeugen Elektrofahrzeuge systemisch EMV (aufgrund hoher elektrischer Leistungen und sehr schneller Schaltprozesse). Sie ist dabei in ihrer Relevanz vergleichbar mit Abgasnormen bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.
Bei einem Antrieb mit einer Masse von 10kg (dieser umfasst die Leistungshalbleiter, Zwischenkreiskondensator und die Ansteuerung) entfallen in etwa 3kg auf EMV-Maßnahmen, das sind 30%. Daher ist es entscheidend, die EMV von Elektrofahrzeugen präzise auszulegen: Eine Überdimensionierung wirkt sich negativ auf Gewicht, Reichweite und Kosten aus, während eine Unterdimensionierung schwere Störungen und Funktionsbeeinträchtigungen zur Folge haben kann.
Die OVE Plattform „EMV bei Elektrofahrzeugen“ bietet eine neutrale, branchenweite Austauschplattform für Hersteller, Zulieferer, Forschungseinrichtungen und Prüflabore. Ziel ist es, technische und normative Fragestellungen im Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) von Elektrofahrzeugen gemeinsam zu adressieren und praxisnahe Lösungsansätze zu entwickeln.
Aktuell stehen drei zentrale Fragestellungen im Fokus:



