Ilse Hirt im OVE Fem-Wordrap

Ilse Hirt, seit Juli 2024 Geschäftsführerin der Wiener Netze, spricht im OVE Fem‑Wordrap über ihren Weg vom Lehrling zur Top‑Managerin, über digitale Transformation, Innovation, Führung und die Zukunft der Energiebranche, für die sie sich „mehr Mut zur Zusammenarbeit, mehr Offenheit für Innovation und einen ehrlichen, konstruktiven Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Kund:innen“ wünscht.
Versorgungssicherheit und Zukunftsorientierung
In meiner Jugend wollte ich …
… vor allem verstehen, warum Dinge so sind, wie sie sind. Technik, Abläufe und Zusammenhänge haben mich immer fasziniert.
Wenn ich auf meine Lehrzeit zurückblicke …
… denke ich an eine intensive, prägende Zeit. Ich war neugierig, lernwillig und habe erlebt, wie wertvoll Kennenlernen und Netzwerke sind. Vor allem aber hatte ich Menschen um mich, die mich unterstützt, gefordert und mir Vertrauen entgegengebracht haben. Diese Mischung halte ich bis heute für zentral.
Mein Karriereweg …
… war kein geradliniger Masterplan. Vielmehr war es ein Weg, geprägt von Chancen, dem Mut zu Entscheidungen, sichtbaren Ergebnissen, Erfolgen und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Jede Station hat meinen Blick auf künftige Entwicklungen, Innovation und das große Ganze geschärft.
Digitale Transformation …
… ist kein reines IT‑Projekt, sondern ein kultureller Wandel. Es geht darum, Prozesse neu zu denken, Daten intelligent zu nutzen und Mitarbeitende mitzunehmen.
Metering Management ist …
… für mich ein zentrales Instrument, um Transparenz zu schaffen und unser Energiesystem fit für die Zukunft zu machen. Intelligente Messsysteme sind eine unverzichtbare Grundlage.
Ein sicheres Unternehmen braucht …
… klare Verantwortlichkeiten, Vertrauen, neue Führung, hohe Qualitätsansprüche und engagierte Menschen. Erst wenn all das zusammenspielt, entsteht echte Stabilität.
Innovation …
… entsteht dann, wenn wir den Mut haben, Gewohntes zu hinterfragen und Neues zuzulassen. Innovation braucht Raum – und eine Kultur, in der man aus Fehlern lernen darf.
Als Geschäftsführerin der Wiener Netze …
… ist es mir ein persönliches Anliegen, Versorgungssicherheit und Zukunftsorientierung zu verbinden. Für den Großraum Wien, für unsere Kund:innen und für kommende Generationen.
Als Führungskraft sehe ich es dabei als meine Aufgabe, den notwendigen Rahmen zu geben, Selbständigkeit und Umsetzungsstärke zu fördern sowie Führung und die Förderung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktiv weiterzuentwickeln.
Strategisches Denken …
… heißt für mich, ein klares Ziel vor Augen zu haben und gleichzeitig offen zu bleiben für Veränderungen. Strategie ist Orientierung, kein starres Korsett.
Veränderung gelingt, wenn …
… sie verständlich erklärt wird, Sinn macht und gemeinsam gestaltet wird. Ohne Vertrauen und gemeinsames Gestalten geht es nicht.
Für unsere Branche wünsche ich mir …
… mehr Mut zur Zusammenarbeit, mehr Offenheit für Innovation und einen ehrlichen, konstruktiven Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Kund:innen.
Energie tanke ich …
… bei meiner Familie, durch sportliche Aktivitäten und in Momenten, in denen ich bewusst Abstand nehme. Diese Balance gibt mir Kraft und Klarheit.



