Erfolgreiche Zwischenbilanz für OVE Fem-Mentoring
Seit Herbst 2025 bringt das Mentoring-Programm von OVE Fem Expertinnen aus dem Frauennetzwerk des OVE mit weiblichen Young Engineers zusammen. Die Zwischenbilanz nach einem halben Jahr sieht äußerst positiv aus: Die sieben Mentoring-Paare berichten von einer Win-Win-Situation für beide Seiten. Im Herbst 2026 wird das Programm in die nächste Runde gehen. Bewerbungen sind ab sofort wieder möglich.
Die weiblichen OVE Young Engineers profitieren von der Erfahrung ihrer Mentorinnen, umgekehrt erhalten diese wertvolle Einblicke in die Sichtweisen junger Nachwuchs-Fachkräfte. Eine klassische Win-Win-Situation, wie auch Mona Wurz (Studierende TU Wien und OVE Young Engineer) und Christine Materazzi-Wagner (Leiterin Abteilung Strom bei E-Control und OVE Fem Mitglied) in unserem Interview bestätigen.

Stellt euch bitte kurz vor:
Mona Wurz: Mein Name ist Mona. Ich bin aktuell Studentin an der TU Wien und mache meinen Master in physikalischer Energietechnik.
Christine Materazzi-Wagner: Ich bin Christine Materazzi-Wagner und bin seit Jahrzehnten im Energiesektor im Strombereich tätig.
Was hat euch motiviert, am OVE Fem Mentoring Programm teilzunehmen?
Materazzi-Wagner: Ich bin überzeugt, dass wir mehr Frauen in der Energietechnik brauchen und hoffe, dass das OVE Fem Mentoring auch ein Instrument ist, auch andere junge Frauen zu motivieren, sich diesen Bereich einmal näher anzuschauen, was sich im Energiebereich alles tut, wohin sich das in den nächsten Jahren entwickelt und wie spannend dieses Feld ist.
Wurz: Ich bin im OVE Fem Mentoring-Programm einerseits, um Kontakte zu knüpfen und andererseits, weil ich eine ganz konkrete Frage mitgebracht habe. Da das Ende meiner Studienzeit ansteht, wollte ich eine erfahrenere Person haben, mit der ich diskutieren kann: Was sind meine Möglichkeiten? Doktorat - ja oder nein? Was erwartet mich, wenn ich an der Uni bleibe? Was, wenn ich in die Privatwirtschaft gehe? Das war mein Wissensdurst, den ich mitgebracht habe.
Wie würdet ihr eure Zusammenarbeit als Mentoring-Tandem beschreiben?
Materazzi-Wagner: Mentoring finde ich grundsätzlich immer gut. Wenn im Tandem dann auch die Chemie passt - und das tut es bei uns-, macht es einfach noch mehr Freude und ist insgesamt viel lockerer. Wir haben sehr offene, sehr direkte Gespräche, Fragen und Antworten. Das funktioniert einfach wirklich gut. Ich finde das sehr konstruktiv, wie es bei uns läuft.
Wurz: Ja, das hat sich bei unseren Treffen immer wieder gezeigt. Natürlich geht es auch um die Branche, aber genauso um allgemeine Lebensweisheiten. Ich werde jetzt nicht nur gementort in meiner Karriere, sondern in vielen Bereichen. Und das schätze ich sehr.
Wie viel Zeit investiert man realistisch als Mentorin bzw. Mentee?
Wurz: Wir treffen uns viermal in einem Jahr. Das ist überschaubar.
Materazzi-Wagner: Ja, absolut. Also, einmal im Quartal oder einmal alle 2 Monate finde ich super fein. Das lässt sich auch bei mir sehr gut unterbringen. Was für uns beide gut passt, ist, dass wir uns “After Work” treffen. Da hat man nach hinten keinen Druck und kann sich die Zeit nehmen, ein Thema fertig zu besprechen. Wir haben das dann oft mit einem Abendessen oder einem Snack verbunden. So entsteht neben der inhaltlichen Arbeit ein angenehmes Umfeld.
Würdet ihr anderen Kolleginnen empfehlen, sich als Mentorin oder Mentee zur Verfügung zu stellen?
Wurz: Ich würde es definitiv empfehlen. Abgesehen davon, dass ich eine selbst eine sehr gute Erfahrung gemacht habe, ist es einfach toll, einen Ort zu haben, an den man mit seinem Päckchen an Fragen gehen kann. Natürlich hat man sein eigenes Netzwerk, das oft sehr gleichaltrig ist oder sich in der gleichen Bubble bewegt. Wenn man dann aber von außen zusätzlich Input zu seinen Fragen bekommt, hat das einen ganz anderen Wert.
Materazzi-Wagner: Wenn man sieht, dass es einerseits eine echte Wertschätzung für die Erfahrung gibt, die man über die Jahre angesammelt hat. Und gleichzeitig auch der Kontakt zu den Jüngeren intensiviert wird, aus dem man wiederum viel für die Zusammenarbeit mit jungen Mitarbeiter:innen ableiten kann..
Wurz: Gerade für junge Menschen oder in Situationen wie meiner, in denen man mit einer konkreten Fragestellung oder einem bestimmten Thema hineingeht, das man dann gemeinsam über mehrere Wochen bearbeitet, hat man schon einen wahnsinnigen Profit.
Interesse an OVE Fem-Mentoring?
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