Gerhard Fida ist Präsident des OVE in einer Zeit, die sowohl im Verband als auch in der gesamten Branche von Umbrüchen gekennzeichnet ist.
Die e+i hat mit ihm über aktuelle Herausforderungen der Branche und die Zukunft des OVE gesprochen.
Weichenstellung im OVE
e+i: Sie wurden 2024 als OVE-Präsident gewählt. Welche Vorhaben konnten Sie bereits umsetzen, und was darf die OVE-Community noch erwarten?
Gerhard Fida: Ich glaube, für den Verband ist es jetzt einmal das Wichtigste, dass wir mit dem neuen Generalsekretär die Pensionierung von Peter Reichel nach 22 erfolgreichen Jahren ein wenig abfedern und damit die Weichen für die Zukunft stellen.
Wir haben uns die Suche nicht leicht gemacht und versucht, in einem sehr aufwendigen Prozedere einen geeigneten Nachfolger zu finden, der für Kontinuität in dieser Position sorgt – und ich denke, das ist uns gelungen.
Auch andere Dinge sind uns in den vergangenen Monaten gelungen: Wir konnten unsere Partnerschaft mit der Bundesinnung der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker stärken, außerdem haben wir Girls! TECH UP im Westen Österreichs ausgerollt und auch unsere Zusammenarbeit mit Fachhochschulen intensiviert.
Verbandsintern konnten wir einige Dinge angehen, die schon länger auf der To-do-List gestanden sind: Wir haben begonnen, den Standort in der Kahlenberger Straße zu sanieren, um ihn energieeffizienter und barrierefrei zu gestalten. Unserer Verbandszeitschrift e+i haben wir ein moderneres Erscheinungsbild gegeben. Das war mir sehr wichtig, weil wir mit der e+i eine wertvolle Zeitschrift haben, die so vieles publiziert, womit sich Menschen im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und IT beschäftigen. […]
e+i: Sie haben den designierten OVE-Generalsekretär Daniel Herbst schon angesprochen – was zeichnet ihn aus Ihrer Sicht aus?
Fida: […] Daniel Herbst brennt für den OVE. Er hat sich ja schon früh beim YoungOVE, der Vorgänger-Plattform der OVE Young Engineers, engagiert, hat später in Gremien des OVE und in der Normung mitgearbeitet und sich im Rahmen eines gemeinsam mit dem OVE initiierten FFG-Projekts intensiv mit dem Thema „Sichere Ladeinfrastruktur” beschäftigt.
Außerdem verfügt er über ein ausgezeichnetes internationales und nationales Netzwerk, nicht zuletzt auch in Graz, wo ja der OVE sein zweites Standbein hat. Das ist in Summe eine sehr gute Kombination, die uns als Verband weiterbringen wird.
e+i: Gibt es in Ihrer bisherigen Präsidentschaft Ereignisse, an die Sie sich besonders gerne erinnern?
Fida: Was mir bisher wirklich sehr großen Spaß gemacht hat, waren unsere Girls! TECH UP-Events, weil man hier die Begeisterung der Mädchen für Technik gesehen hat. Das ist genau das, was wir erreichen wollen. Wir brauchen deutlich mehr Frauen und Mädchen in der Technik. Natürlich wollen wir auch die Buben für die Elektrotechnik gewinnen, schließlich brauchen wir für die Zukunft noch viel mehr Fachkräfte. Mit dem LET’S TECH Day sprechen wir daher alle jungen Menschen an. […]

