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Gastkommentar: Viel gearbeitet und doch nichts geschafft?

 That’s Fake Work! Wenn Du über einen längeren Zeitraum Schwierigkeiten hast, die Frage „Was habe ich heute wirklich geschafft?“ für Dich zu beantworten, dann bist Du von so genannter „Fake Work“ (dt. „Scheinarbeit“) betroffen.

Viel gearbeitet und doch nichts geschafft? That’s Fake Work!

Wer kennt’s nicht: Der Arbeitstag ist voller Termine, man ist von früh bis spät durchgeplant und am Ende des Tages total erschöpft. Doch rückblickend hat man nichts geschafft und ist vor allem mit sich selbst unzufrieden. Es geht um scheinbar ganz normale Abläufe, die sich wie Arbeit anfühlen, schlussendlich aber reine Zeitverschwendung sind. Die Rede ist hier von „Fake Work“. Doch was kann man dagegen tun?

Acht Stunden und doch nur Fake Work?
Eigentlich ist es simpel: Frage Dich doch am Ende Deines Arbeitstages „Was habe ich heute wirklich geschafft?“. Es ist eine scheinbar triviale Frage, die sich an manchen Tagen aber nicht so einfach beantworten lässt. Insbesondere geht es um Projekte, To Do-Listen oder Aufgaben, die Dich oder Dein Team wirklich weitergebracht haben. Wenn Du über einen längeren Zeitraum Schwierigkeiten hast, die Frage „Was habe ich heute wirklich geschafft?“ für Dich zu beantworten, dann bist Du von so genannter „Fake Work“ (dt. „Scheinarbeit“) betroffen. Fake Work meint also Dinge, die zwar nach Arbeit aussehen und sich auch so anfühlen, aber effektiv keine sind. Man könnte auch einfach sagen: Bringt mein Tun einen Mehrwert? Wenn nein, dann Fake Work!
Doch wovon spreche ich genau? Ich möchte Dir hier ein paar Beispiele aus der Praxis geben, die Dir wahrscheinlich in der einen oder anderen Weise bekannt vorkommen:

  • E-Mails ohne erkennbaren Informationsgehalt
  • Doppelgleisigkeiten, die passieren, wenn Rollen nicht klar formuliert sind
  • Meetings ohne Struktur und Agenda
  • Telefonate ohne Ziel und Mehrwert
  • und vieles mehr …

Bin ich etwa inkompetent?
Es lässt sich schon erkennen, welche negativen Auswirkungen Fake Work mit sich bringen kann, wenn Tage oder sogar Wochen sich dementsprechend gestalten. Nicht nur, dass die Eigenmotivation sinkt, weil man den eigenen Mehrwert nicht mehr erkennt: Auch die Gesamtproduktivität fällt, obwohl die Arbeitsstunden meist zunehmen, was sich wiederum auf die Kosten auswirkt. Auf Dauer schürt Fake Work Selbstzweifel in Bezug auf die eigene Arbeit, und man bekommt das Gefühl, vielleicht sogar inkompetent und damit zu schlecht für den eigenen Job zu sein.

Bye bye Fake Work!
Falls Du Dich in den letzten Zeilen wiedergefunden haben solltest, besteht jedoch kein Grund zum Zweifeln. Fake Work haben wir alle schon in der einen oder anderen Form erlebt, und ich kann Dich beruhigen: Niemand ist gefeit davor. Wichtig ist allerdings, für sich selbst zu erkennen, dass man mit Fake Work beschäftigt ist und Schritte in die richtige Richtung setzt. Was Du beispielsweise dagegen tun kannst:

  • Analysiere Deine Arbeitstage und mache Fake Work für Dich sichtbar!
  • Stelle Scheintätigkeiten in Frage und sprich diese aktiv an!
  • Gleiche Deine Arbeit immer mit Deinen Zielen oder den Team-/Abteilungszielen ab!
  • Mache Deine Leistung messbar, dort wo es scheinbar nicht geht!
  • Orientiere Dich stark an Deiner To do-Liste!
  • Investiere Zeit in Deine Selbstorganisation und in Selbstreflexion!
  • Hinterfrage konkrete Aufgaben, ob sie wirklich in Deinen Aufgabenbereich fallen!

Du siehst, es lohnt sich, hier verstärkt Augenmerk darauf zu legen: Erkennt man für sich selbst, dass man effektiv und effizient an Aufgaben arbeitet, stärkt dies nicht nur die Motivation, sondern es ist auch ein richtiger Boost für das eigene Selbstbewusstsein. Deshalb warte nicht zu, sondern mach‘ Dich am besten gleich auf, Deine Fake Work aufzudecken.

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