Nachbericht: Bosch-Exkursion der OVE Young Engineers

Großer Andrang bei unserer jüngsten Exkursion: Über 20 OVE Young Engineers folgten der Einladung zu einer exklusiven Exkursion zur Robert Bosch AG, um faszinierende Einblicke in die automobile Zukunft zu erhalten.

Nach einer einleitenden Unternehmenspräsentation begann die Führung im Labor für elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). 

EMV-Prüfkammern am Standort Wien

In den Absorber- und Prüfkammern am Wiener Standort werden Fahrzeugkomponenten auf Störfestigkeit und Störaussenden geprüft. 

Ziel dieser aufwendigen Tests ist es, kritische Fehlfunktionen im Betrieb zu verhindern, die durch externe Einflüsse, atmosphärische Störungen, Radar oder Funkdienste wie etwa das Mobilfunknetze entstehen können. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die Komponenten selbst keine Störungen in anderen Baugruppen des Fahrzeugs oder bei externen Anlagen und Funkdiensten verursachen. 

Ein besonderes Highlight im Bosch EMV Kompetenzzentrum Wien ist die für automobile Komponentenmessungen zugelassene Reverb-Chamber, bei der mithilfe eines drehbaren Reflektors die Störfestigkeit von Komponenten aus sämtlichen Feldrichtungen erprobt werden kann.

Besuch der Fahrzeughalle

Anschließend führte uns die Exkursion in die Fahrzeughalle. Hier werden nicht nur Erlkönige und Vorserienfahrzeuge anspruchsvollen Testprogrammen unterzogen, sondern auch Serienfahrzeuge mit Qualitätsproblemen aus dem Feld bis ins Detail untersucht, um die Ursachen dieser zu finden und in enger Kooperation mit dem Fahrzeughersteller zu beheben.

Darauf wurde der Eco-System Demonstrator vorgestellt. Dieses Projekt stellt eine Art „Spielwiese“ für die Mobilität der Zukunft dar. Ein Team erforscht hier mit Miniaturfahrzeugen an innovativen Zukunftstechnologien wie autonomes Fahren in einer Smart City.

Validierung moderner ECU-Software

Ein weiteres Fokusthema am Wiener Bosch-Standort ist die Validierung von ECU-Software mithilfe von LabCars. Dazu wurden uns die modernen Testeinrichtungen präsentiert, in denen das Verhalten der Steuergeräte unter realitätsnahen Bedingungen geprüft wird. Mithilfe von Hardware-in-the-loop-Prüfständen (HIL) werden Steuergeräte virtuell in die Kundenfahrzeuge integriert.

Ziel ist dabei das Abarbeiten von Software-Validierungsplänen, die vor jeder Software-Auslieferung spezifiziert und durchgetestet werden müssen, wobei reale Fahrsituationen als Vorlage dienen.

Labor für elektrische Robustheit

Die Führung endete im Labor für elektrische Robustheit, wo Fahrzeugkomponenten auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber hochenergetischen Schwankungen im Bordnetz und Fehlbehandlung geprüft werden. 

Typische Testfälle stellen der simulierte Betrieb im Fahrzeug mit schadhaften Lichtmaschinen, Kurzschlüsse im Kabelbaum oder Startvorgänge unter definierten klimatischen Bedingungen dar.

Ausklang beim Get-together

Den Abschluss bildete ein gemütliches Get-together mit Buffet und Getränken, bei dem sich die Teilnehmenden mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Personalverantwortlichen austauschen konnten. Eine äußerst spannende und praxisnahe Exkursion mit vielen neuen Eindrücken. Wir bedanken uns herzlich beim Bosch-HR-Team für die Organisation.