OVE-Normentag 2019: Die elektrotechnische Normung auf dem Weg in die Zukunft

Digitalisierung, Energiewende, Elektromobilität und Künstliche Intelligenz. Die großen Themen unserer Zeit sind auch die zentralen Themen der internationalen elektrotechnischen Normung. Das zeigte der OVE-Normentag am 27. November im Wiener Haus der Ingenieure.

Schon in seinen einleitenden Worten betonte OVE-Präsident Dr. Kari Kapsch die Bedeutung der elektrotechnischen Normung für die Sicherheit neuer Systeme – etwa eines nachhaltigen Energieversorgungssystems. Wo neue Technologien für Verunsicherung sorgen, schaffen verbindliche Standards Vertrauen. In einem sich stetig ändernden technologischen Umfeld kommt der Normung damit eine fundamentale Rolle zu. „Wir haben die Möglichkeit, Experten zusammenzubringen, um diese Herausforderung gemeinsam zu meistern“, hob CENELEC-Präsident Dany Sturtewagen auch die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit in der elektrotechnischen Normung hervor.

Österreichische Normung im internationalen Kontext
Diese internationale Zusammenarbeit ist es auch, die inzwischen einen großen Teil der österreichischen Normungsarbeit ausmacht. „Österreich hat in den internationalen Gremien Fuß gefasst und ist in wichtige Entscheidungsfindungen eingebunden“, freute sich Günter Idinger, Präsident des österreichischen Nationalkomitees von CENELEC und IEC. Christian Gabriel, Leiter der Abteilung Normung & Standardisierung im OVE und Mitglied des IEC Standardization Management Boards, gab dann auch gleich einen Überblick über die nationalen, europäischen und internationalen Normungsaktivitäten des OVE und wartete mit eindrucksvollen Zahlen auf: 6200 nationale elektrotechnische Normen – zu 80 % basierend auf internationalen Normen der IEC – und 800 Experten in den Fachgremien, um nur einige davon zu nennen.

Neue österreichische Normungsstrategie
Für die Normung heißt es auch weiterhin, Schritt zu halten mit dem technologischen Fortschritt. Basis dafür ist die neue österreichische Normungsstrategie, die Werner Fischer, Vorsitzender des OEK-Aktionskomitees und IEC Council Board Member, im Rahmen des OVE-Normentags präsentierte. Sie beinhaltet die zentralen Themenschwerpunkte genauso wie eine Digitalisierung der Dienstleistungen und Fragen der Ethik.

Preisverleihung und Netzwerkpflege
Schon traditionell wurden beim OVE-Normentag die IEC 1906 Awards verliehen. IEC Treasurer Jo Cops war eigens angereist, um Dipl.-Ing. Boris Bastigkeit, Ing. Walter Hammer und Dipl.-Ing. Johann Wilhelm für ihre Verdienste um die nationale und internationale Normung auszuzeichnen. Nach dem offiziellen Teil gab es dann auch noch ausreichend Gelegenheit für persönliche Gespräche: Im gemütlichen Rahmen konnten die Teilnehmer ihr Netzwerk erweitern und sich mit österreichischen und internationalen Kollegen austauschen.

OVE-Präsident K. Kapsch

Ch. Gabriel, Leiter von OVE Standardization und Mitglied des IEC Standardization Management Boards

(v.l.n.r.): OVE-Präsident K. Kapsch; OVE-Vizepräsidentin I. Pavek; CENELEC-Präsident D. Sturtewagen; B. Bastigkeit; Ch. Gabriel, Leiter OVE Standardization; K. Kominek; IEC Treasurer J. Cops; J. Wilhelm, OVE-Generalsekretär P. Reichel; G. Idinger, Präsident des österreichischen Nationalkomitees von CENELEC und IEC

CENELEC-Präsident D. Sturtewagen

G. Idinger, Präsident des österreichischen Nationalkomitees von CENELEC und IEC

OVE PRESSE

Mag. Cornelia Schaupp 
Eschenbachgasse 9
1010 Wien

T +43 1 587 63 73 - 534
presse(at)ove.at 
c.schaupp(at)ove.at