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Homo Digitalis

Alle Bilder (c) Fotolia: Patrick P. Palej, sdecoret, agsandrew, sdecoret, kentoh

Die Frage nach dem Menschen hat Denker vieler Epochen und Richtungen beschäftigt, seit es ein Nachdenken über die Welt, in der wir leben, überhaupt gibt. Der große deutsche Philosoph Immanuel Kant hat diese in seinem Hauptwerk, der „Kritik der reinen Vernunft“, auf klassische Weise in Form dreier Fragen formuliert:

1. Was kann ich wissen?

2. Was soll ich tun?

3. Was darf ich hoffen?

Interessanterweise hat ja die zweite dieser Fragen gerade in unseren Tagen, vor allem im Kontext von autonomen Fahrzeugen und so genannten „ethischen Algorithmen“ in der KI, wieder breite Schichten der öffentlichen Diskussion erreicht und auch innerhalb der Informatik das Bewusstsein dafür verstärkt, dass es heute nicht mehr damit getan ist, Technik einfach nur zuverlässig zu bauen. Gerade am Beispiel der rasanten Entwicklung des Internets zeigt sich vielmehr, dass irgendwie eine erste Phase, in der man diese wunderbare neue Technologie in allen möglichen Bereichen quasi spielerisch erproben und prototypisch einsetzen konnte, gerade umschlägt in eine neue Ära, in der bis dato allenfalls am Horizont sichtbare oder auch möglicherweise noch gar nicht bedachte Kollateralphänomene mit rasanter Geschwindigkeit in unsere Lebenswelt einziehen und ein neues, fundamentales Nachdenken erfordern, wie wir denn als Gesellschaft damit jetzt umgehen können und sollen.

Zu den gesammelten GIT-Newslettern "Homo Digitalis"

Arbeitsgruppenleiter:
Univ.-Prof. Dr. Peter Reichl
OVE-GIT Arbeitsgruppenleiter „Homo Digitalis“
Universität Wien, Forschungsgruppe Cooperative Systems
Kontakt: peter.reichl(at)univie.ac.at

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