Mitgliedschaft

Die elektrotechnische Normung

Geschichtliche Entwicklung

1883 5. März, Gründungsversammlung des Elektrotechnischen Vereins in Wien (EVW), heute OVE, anlässlich der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung in der Rotunde.
1883

Konzessionsverordnung

  • § 1 Bindung gewerblicher Hersteller von Anlagen zum Zweck der Erzeugung und Leitung von Elektrizität an eine Konzession, die von der Landesbehörde zu erteilen ist.
  • § 5 Verweis auf die künftige Bekanntgabe von Regulativen (heute: Bestimmungen).
1887 Erste Arbeiten an Sicherheitsvorschriften durch das „Regulativkomitee” im EVW. Veröffentlichung des Entwurfs mit der Bitte um Bemerkungen (heute: öffentliches Einspruchsverfahren).
1888 Erste Vorschriften des EVW fertig. Die Verabschiedung erfolgt in der Generalversammlung des EVW.
1901/02 Erste Vorschriften des EVW werden von der k.k. Statthalterei von Niederösterreich und der Bezirkshauptmannschaft von Wien anerkannt (heute: Verbindlicherklärung).
1906 Gründung von IEC (International Electrotechnical Commission). Österreich ist Gründungsmitglied.
1909 EVW-Vorschriften vom k.k. Ministerium für öffentliche Arbeiten in Kraft gesetzt.
bis 1938 EVW 1 bis EVW 44 in Kraft.
1946 Gründung von CEE „International Commission for Conformity Certification of Electrical Equipment”.
1953 Österreich tritt der CEE bei.
1958 Erste Gespräche der EG-Länder zum Thema Harmonisierung der Elektrotechnischen Bestimmungen.
CEE legt grün-gelb für die Kennzeichnung des Schutzleiters fest.
1959

Gründung von CENELCOM „Comité Européen de Coordination des Normes Electriques dans le Marché Commun”

Europäisches Komitee zur Koordinierung der elektrotechnischen Normen in der EWG.
Ziel: Schaffung von harmonisierten Normen zur Beseitigung von Handelshemmnissen.

1960 Gründung von CENEL „Comité Européen de Coordination des Normes Electriques”
Ziel: Analyse der elektrotechnischen Bestimmungen von IEC, inwieweit diese zur Übernahme in den EWG- und EFTA-Staaten geeignet sind.
Mitglieder sind die EWG-Staaten und seitens EFTA Österreich, Dänemark, Norwegen, Portugal, Schweden, Schweiz und Großbritannien.
1961 Gründung von CEN „Comité Européen de Normalisation”
Zuständig für die Normung im nicht-elektrotechnischen Bereich; EWG-und EFTA-Staaten als Mitglieder.
1972/73 Gründung von CENELEC „Comité Européen de Normalisation Electrotechnique” durch Zusammenschluss von CENEL und CENELECOM.
Österreich ist Gründungsmitglied.
Die Mitgliedschaft ist vorerst auf EG- und EFTA-Länder beschränkt. In späteren Jahren wird eine Osterweiterung vorbereitet.
1973 Die Niederspannungsrichtlinie (Low Voltage Directive) der EG führt das Prinzip der Formulierung genereller Sicherheitsziele und des allgemeinen Verweises auf Standards ein.
1979/80 HR Dipl.-Ing. Dr. SAILER erster österreichischer Vizepräsident von CENELEC.
1985 Kommissionsbeschluss „New Approach to standardization”. Richtlinien nach diesem Ansatz definieren generelle Sicherheitsziele, über Mandate beauftragen EG und EFTA CEN und CENELEC, geeignete Normen auszuarbeiten.
1996 Am 1. Jänner tritt Dir. Dipl.-Ing. WANDA/Österreich das Amt des Präsidenten von CENELEC an. Die zweijährige Amtszeit wird in der Folge mit Ausnahme zur Geschäftsordnung um ein weiteres Jahr verlängert.
1997 Die Generalversammlung von CENELEC beschließt die Aufnahme von Tschechien als Vollmitglied. Ein weiteres Aufnahmeansuchen liegt von Ungarn vor.
1998 IEC und CENELEC erweitern die Nutzung elektronischer Kommunikationsmittel für die Standardisierungsarbeit, z.B. elektronisches Abstimmungsverfahren über Internet, Arbeitsgruppenserver für technische Gremien.
  Mit der Kooperationsvereinbarung zwischen OVE und ON vom 15. Juli 1998 wird die elektrotechnische Normung in Österreich neu geregelt. Die Technischen Komitees des OVE sind für die Erarbeitung der elektrotechnischen Bestimmungen und Normen zuständig und arbeiten nach der OEK-Geschäftsordnung.
2001-2009         
Infolge der Aufnahme neuer Staaten in die EU werden die nationalen Normungsorganisationen folgender Länder schrittweise  als Vollmitglieder von CENELEC aufgenommen: Malta, Ungarn, Slowakei, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowenien, Zypern, Rumänien, Bulgarien und Kroatien.
2009 Das OEK wird nach ISO 9001 zertifiziert.
2010 Veröffentlichung der Normungsstrategie 2010 (PDF)

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